Was ist eigentlich ein Hybridantrieb?
Ein Auto kann man als hybrid bezeichnen, wenn der Antrieb aus zwei kombinierten Techniken besteht. Ein Fahrzeug mit mindestens zwei Energiewandlern (z.B. Elektro-, Otto- oder Dieselmotoren) und zwei eingebauten Energiespeichern (z.B. Akkumulator oder Kraftstofftank) nennt man Hybridfahrzeug.
Ferdinand Porsche ergänzte den bis dahin elektrischen Antrieb mit zwei Benzinmotoren. Der Hybrid-Prototyp war 2,7 PS stark und 35 km/h schnell. Porsche entwickelte das Auto bis zur Serienreife weiter. Ab 1902 wurde das Gefährt zum Kauf angeboten. Doch die Erfolgsgeschichte endete früh. Die Technologie war anfällig, die Autos ließen sich aufgrund der ungeheuer schweren Vorderrädern kaum auf Kurs halten und sie kosteten rund doppelt so viel wie konventionelle Fahrzeuge. Bis Ende 1905 wurden nur 65 elektrische Porsche verkauft.
Mit Hybridautos auf der Überholspur
Heute sieht die Situation ganz anders aus: Hybridautos werden immer beliebter und erobern nach und nach den internationalen Markt. Dass Porsche bereits 1900 seiner Zeit voraus war, wussten die wenigsten. Doch mit solch einer Sensation in der Firmengeschichte, ließen es sich die Mitarbeiter nicht nehmen, den ?Semper Vivus? für rund eine halbe Million Euro nach Vorlage alter Skizzen und vergilbter Schweiz-Weiß-Fotos nachzubauen. Es wurde auf Millimeterpapier gezeichnet, nach kaum noch gebräuchlichen Formeln von Hand berechnet und immer wieder ausprobiert, bis die Elektromotoren richtig dimensioniert waren, alle Widerstände passten und die Kapazität der Akkus stimmte. Nach drei Jahren und vielen hundert Stunden Werkelei war der Oldtimer-Neubau fertig ? und verblüffte als Modell auf dem Genfer Auto-Salon.