Die Natur als Rekordhalter

Flash ist Pflicht!

Wie kommen Designer und Ingenieure eigentlich dauernd auf neue Ideen? Was bitte hat eine Libelle mit Karosseriebau zu tun? Und wieso beschäftigen sich Automobilbauer mit Biologie?

Die Antworten darauf stecken im Begriff Bionik. Bionik ist ein Kunstwort und setzt sich aus Biologie und Technik zusammen. Das Prinzip ist nicht neu. Schon der Erfinder Da Vinci hat vor ca. 500 Jahren versucht, den Vogelflug mit Maschinen nachzuahmen. Seine Flugmaschinen sind leider abgestürzt. Aber die Idee, die Natur als Vorbild für technische Lösungen zu nutzen, ist geblieben.

Der Grund dafür liegt auf der Hand. Tiere und Pflanzen haben Fähigkeiten entwickelt, die einen staunen lassen. Was Ingenieure besonders beeindruckt ist, dass die Natur mit möglichst wenig Material- und Energieeinsatz die tollsten Rekorde aufstellt. Ein winziger Floh von ca. 1 Gramm Gewicht springt über 20 cm hoch. Menschen könnten mit der gleichen Fähigkeit locker über den Kölner Dom springen oder einen Basketball am Berliner Fernsehturm per Dunking versenken. Oder Bambus. Eigentlich eine Grasart, wächst Bambus über 20 Meter in den Himmel. Bambusstangen sind biegsam und trotzdem zugfest. In Asien werden mit dieser Wunderpflanze Gerüste für den Hochhausbau gebaut, die bis zu 80 Stockwerke in die Höhe schießen. Trotz Stahl und Kunststoff schwören die Gerüstbauer auf die Grashalme.