Vom Stahlblech zur Hochzeit - Die Geburt eines Autos

Kennst du das Märchen vom Auto, das per Hand zusammengebaut wurde? Von wegen Märchen, es gab wirklich eine Zeit, in der die Herstellung eines Autos komplett von Hand geschah. Aber schon 1914 lief das erste Auto vom Fließband. Seitdem wurden immer mehr Produktionsschritte automatisiert. Die Fließbänder wurden länger und länger. Heute nennt man sie "Produktionsstraßen". Ganz ohne Menschen geht es aber nicht.

Hier erfährst du, wie ein Auto hergestellt wird - und wo dabei noch immer Handarbeit erforderlich ist.

- Gießerei und Presswerk: Am Anfang ist Metall

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Großraumsaugerpresse in Ingolstadt.

Zuallererst werden Teile aus Stahl oder Aluminium hergestellt. Manche werden in Formen gegossen, wie z. B. der Motorblock. Das passiert übrigens manchmal gar nicht in den Fabriken der Hersteller. Sie kaufen diese und andere Teile bei Zulieferern ein. Nicht so die Karosserie: Die Teile, aus denen sie besteht, werden in riesigen Pressen aus Stahlblechen geformt. Aus verschiedenen Blechstärken werden Rahmen, Motorhaube oder Dach.

- Karosseriebau: Hallo, ist da wer?

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Das robotergeführte Schraubsystem arbeitet sehr präzise.

Hier wird's fast ein wenig gespenstisch: In dieser Abteilung sind kaum Menschen anzutreffen. Die fertigen Metallteile werden überwiegend von Industrie-Robotern zusammengefügt. Über 95 % der Arbeiten sind automatisiert - so viel wie in keinem anderen Produktionsbereich. Die Einzelteile werden erst zu Baugruppen wie Türen oder Boden verbunden. Diese werden dann mit Tausenden von Schweißpunkten oder mit Laserstrahlen verschweißt, verschraubt oder verklebt. Natürlich geht das alles nicht ohne Computer: Sie sagen den Schweißrobotern, was sie zu tun haben.

- Lackiererei: Vier Schichten pro Auto

LackierungKlicken um Bild zu vergrößern
Bei diesem Schritt wird der Klarlack für die Innenlackierung aufgesprüht.

Als erstes wird die Rohkarosserie in Tauchbädern gereinigt, entfettet und nach dem Bad zur Entfettung der Karosserie mit einer Phosphatschicht überzogen, damit die Grundierung im Tauchbad, also die zweite Schicht, der sogenannte Füller besser haftet. Dieser Füller macht alles schön glatt. Als nächstes wird es endlich bunt. Nachdem die vom Kunden gewünschte Farbe aufgetragen und getrocknet ist, folgt die letzte Schicht aus schützendem Klarlack. Auch das Lackieren übernehmen übrigens jede Menge Roboter. Sie tragen die drei obersten Lackschichten auf, die das Auto vor Umwelteinflüssen schützen und für einen dauerhaften Farbglanz sorgen.