Sicherheit ist das oberste Gebot

Autos sind schick, schnell und praktisch. Sie gehören zu unserem Leben wie Häuser, Bäume oder Fußballstadien. Auf der ganzen Erde gibt es Autos, in manchen Ländern mehr, in anderen weniger. Insgesamt wird ihre Anzahl zurzeit auf ca. 600 Millionen geschätzt. Es werden aber von Tag zu Tag mehr, sodass es in ein paar Jahren schon über 1 Milliarde sein könnten!

Ohne Autos geht's nicht - ohne Unfälle leider auch nicht

Eine echte Erfolgsgeschichte, da der motorisierte Verkehr den Menschen viele Vorteile bringt. Unsere Welt ist ohne Autos gar nicht mehr denkbar. Aber wie das nun mal so ist: Wo es Vorteile gibt, treten oft auch Nachteile auf. Ein großes Problem ist die Sicherheit im Straßenverkehr: Je mehr Autos es gibt, desto mehr Unfälle können passieren.

Passive Sicherheit

Audi R8Klicken um Bild zu vergrößern
Passive Sicherheit durch Crashsensoren und Airbags.

Den Autobauern ist der Sicherheitsaspekt jedenfalls genau so wichtig wie die Verbesserung von Motor, Karosserie oder Aerodynamik. Und seit es Autos gibt, haben die Autobauer sich überlegt, wie man ein Auto so sicher bauen kann, dass den Insassen möglichst wenig passiert, wenn es mal kracht. Das nennt man "passive Sicherheit".

Heute kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass die Autos früher weder Sicherheitsgurte noch Airbags hatten. Letztere sind sogar eine relativ neue Erfindung, erst 1980 wurde in Deutschland das erste Serienfahrzeug mit Airbag verkauft.

 

Fast wie in echt: Crashtests

  • Crashtest-DummiesKlicken um Bild zu vergrößern
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Viel länger wird die Sicherheit von Autos mit sogenannten "Crashtests" überprüft: seit den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Anfangs hat man das Auto einfach einen Hügel runter rollen lassen. Oder es zwischen zwei Züge eingeklemmt.

Heute wird die Karosserie auf Zehntelkilometer genau beschleunigt und millimetergenau auf ein Hindernis gezogen. Um zu sehen, was mit den Auto-Insassen passieren würde, setzt man Puppen hinein ("Dummies"). Die Auswirkungen auf Auto und Puppen werden durch Sensoren und durch Aufnahmen mit speziellen Kameras erfasst.

Fast wie im Computerspiel: Crashtest digital

Mittlerweile gibt es eine neue Generation von Crashtests, die Unfälle am Computer nachstellen. Audi z. B. nutzt dafür einen extrem schnellen Hochleistungsrechner. Je schneller der Rechner, desto besser können Unfälle nachgeahmt werden. Das machen die Entwickler rund 5.000 Mal pro Woche. Bevor der erste Prototyp gebaut wird, hat das virtuelle Auto am Computer bereits über 100.000 Unfälle erlebt. Kein Wunder, dass die Autos immer sicherer werden.

Aktive Sicherheit zur Unterstützung des Fahrers

Am besten ist aber natürlich immer noch, wenn es gar nicht erst kracht. Aber wie kann man Unfälle vermeiden? Dabei hilft die "aktive Sicherheit": elektronische Systeme, die den Fahrer unterstützen. Wie z. B. das Anti-Blockiersystem (ABS), die Traktionskontrolle (ASR) oder die Stabilitätskontrolle (ESP). Bei der Untersuchung von Unfällen hat sich gezeigt, dass vor allem ESP in Zukunft noch besser helfen kann, Unfälle zu vermeiden.