Wenn der Ölhahn Alarm schlägt
Spätestens seit den James-Bond-Filmen und der Ölkrise im Irak wissen wir: Öl regiert die Welt. Das schwarze Gold verursacht Kriege. Im Film wie in der Realität. Warum? Weil wir so abhängig vom Öl sind wie ein Baby von der Muttermilch.
Ohne Öl würde die Welt stillstehen. In Kraftwerken dient Öl zur Stromerzeugung, in Form von Benzin treibt es Motoren in Autos, Flugzeugen und Maschinen aller Art an. Öl ist der wichtigste Energieträger auf der Welt. Allein in Deutschland deckt es rund ein Viertel des Wärmebedarfs und fast 100 % des Kraftstoffbedarfs.
Die Wüste boomt
Erdöl hat die Industrialisierung ermöglicht und sorgt für steten Fortschritt und Wohlstand. Das Problem: Die Nabelschnur, durch die das flüssige Gold nach Europa fließt, liegt in der Wüste - und macht uns abhängig von den Golfstaaten.
65 Billionen Dollar - darauf beläuft sich der Wert des Öls, das den Scheichs gehört. Damit stampfen sie futuristische Städte aus dem Boden, investieren in Aktien, Unternehmen, Immobilien und Fluglinien. Von ihrem gigantischen Reichtum profitieren auch deutsche Firmen. Sie liefern das Material für den Aufschwung.