Europa im Jahr 2030

Der Strom, der aus der Steckdose kommt, wird zu 100 % durch erneuerbare Energien erzeugt.

Dazu zählen Wind, Wasser, Sonne, Wärme und Biomasse. Windparks am Roten Meer und an der Nordseeküste, Wasserkraftwerke in Skandinavien und Biomasse-Anlagen im Herzen Europas ersetzen herkömmliche Kern- und Kohlekraftwerke. Ingenieure und Techniker arbeiten in globalen Teams und Taskforces an heißen Quellen auf dem Meeresgrund und nähern sich mit ferngelenkten Robotern dem Erdkern.

Fiktion oder bald schon Realität?

Erneuerbare Energien - fantastische Aussichten

Energie, die niemals versiegen wird: Wind, Wasser, Sonne, Bioenergie und Erdwärme stehen als Energieträger für Strom, Kraftstoffe und Wärme unendlich zur Verfügung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Förderung fossiler Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle als Energielieferanten wird immer kostspieliger. Zudem schaden sie mit ihrem CO2 - Ausstoß der Umwelt.

Im Gegensatz dazu schützen erneuerbare Energien das Klima, schaffen Arbeitsplätze im eigenen Land, erschließen neue Exportmärkte durch innovative Techniken und verringern die Abhängigkeit von Rohstoffimporten aus dem Ausland.

Insbesondere der Boom der Windenergie, aber auch die weltweit verbreitete Nutzung von Wasserkraft und Wärmeenergie führten in jüngster Zeit zu einem rasanten Anstieg der Energiegewinnung durch natürliche Ressourcen. Bis 2020 sollen in der EU 20 bis 30 % des gesamten Energie- verbrauchs aus regenerativen Quellen gewonnen werden. In Deutschland wird der Ausbau der erneuerbaren Energien durch die Bundesregierung gefördert und schreitet schneller voran als in anderen EU-Staaten. Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) kann 2020 in Deutschland der Anteil an erneuerbaren Energien auf 20 % erhöht, der Ausstoß an Treibhausemissionen um 40 % verringert werden.