Christian Strege: Auszubildender und Metaller aus Leidenschaft

Christian Strege (22) zögert keinen Moment, wenn man ihn fragt, warum er sich von rund 30 Ausbildungsberufen bei Volkswagen ausgerechnet für den des Werkzeugmechanikers entschieden hat: "Technik und Präzision begeistern mich!" Strege ist Auszubildender im Volkswagen Werk Wolfsburg, das zu den weltweit größten Herstellern von Fahrzeugen gehört. Hier werden Golf, Golf Plus, Touran und Tiguan gebaut, aber auch komplexe Maschinen, Anlagen und Formen hergestellt. Warum ihm die Ausbildung bei Volkswagen so viel Spaß macht, berichtet er im Interview.

"Christian, Du bist Auszubildender bei Volkswagen. Wo arbeitest Du genau?"
"Hier im Presswerk. Ich mache eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker. Wir bauen spezielle Werkzeuge für die Herstellung von Karosserieteilen. Bei uns im Presswerk werden die Werkzeuge in die Pressen eingebaut, damit dann Blechteile gefahren, also gebaut werden können. Deshalb ist das Presswerk hier im Werk Wolfsburg einer der Arbeitsplätze, an dem Werkzeugmechaniker eingesetzt werden. Hier könnte ich auch später als Facharbeiter arbeiten, zum Beispiel in der Einarbeitung oder Wartung der Werkzeuge. Da wäre ich dann dafür verantwortlich, dass alle Blechteile vom Maß her in Ordnung sind und dass die Werkzeuge einwandfrei funktionieren."

"Warum hast Du Dich ausgerechnet bei Volkswagen beworben?"
"Ich finde es faszinierend, dass Menschen auf der ganzen Welt Volkswagen fahren. Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass man selber einen kleinen Anteil daran hat. Das hat mich sehr gereizt, mich bei Volkswagen um einen Ausbildungsplatz zu bewerben."

"Wie sieht die Ausbildung aus? Was lernst Du?"
"Im ersten Ausbildungsjahr geht es vor allem darum, solide Grundlagen zu erwerben. Denn je sicherer man die Grundtechniken und das Grundwissen beherrscht, umso besser kann man später einmal werden: Wie benutzt man eine Feile? Welche Feile eignet sich für welches Material? Und vieles mehr. Im zweiten Ausbildungsjahr verbreitert sich das Spektrum. Ich habe zum Beispiel einen Kranschein gemacht. Und es kommen immer mehr interessante Sachen hinzu. Das ist abwechslungsreich und macht mir großen Spaß."

"Ihr arbeitet ja in Teams. Wie ist das so?"
"Mir gefällt die Arbeit im Team gut. Das Verhältnis unter uns Kolleginnen und Kollegen ist gut. Wir haben einen lockeren Ton. Also ich komme auf jeden Fall sehr gerne hierher."

"Der Job ist sicher anstrengend und anspruchsvoll. Was tust Du, um nach der Arbeit den Kopf frei zu bekommen und wieder Energie zu tanken?" "Also, wenn man den ganzen Tag in der Halle war, braucht man in der Freizeit schon einen Ausgleich, klar. Ich bin oft bei meiner Band, in unserem Proberaum. Wir spielen klassischen Thrash Metal, so im Stil der alten Schule. Schon ein bisschen die härtere Gangart, ein bisschen schneller. Musik hat für mich einen ziemlich hohen Stellenwert. Das ist für mich ein guter Ausgleich, da kann ich mich richtig austoben. Also wenn mal irgendwas ist, dann heißt es: 'Kette geben!' - und dann geht?s mir wieder richtig gut."