Flugversuchsingenieure: Sicherheit für den Himmel

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Für Ina Niewind ging ein kleiner Traum in Erfüllung, als sie im März 2011 bei einem Flugversuch in einer F-4F Phantom II mitfliegen durfte. "Das ist schon was anderes, als in einem Transportflugzeug zu sitzen. Die Wolken erscheinen einem fast greifbar", sagt Niewind. Bild: DLR.

Ina Niewind sorgt dafür, dass Flugzeuge zukünftig sicherer fliegen. Die 30-Jährige arbeitet in einem Beruf, in dem Frauen noch immer viel zu selten zu finden sind: Als Flugversuchsingenieurin bereitet sie Flüge vor, definiert die Testkarten, überprüft die Reaktionen von Flugzeug und Pilot und wertet hinterher Zahlenkolonnen aus.

Seit einem Jahr leitet die junge Frau die Außenstelle des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik in Manching. Wenn die Piloten in einer F-4F Phantom II oder einem Eurofighter tausende Meter über der Flugversuchsingenieurin ihre Runden drehen ist eines klar: Was sich am Himmel abspielt, würde ohne die hochkonzentrierte Auftraggeberin am Boden gar nicht erst stattfinden.

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Kein Beruf für Morgenmuffel

Aktuell beschäftigt sich die Flugversuchsingenieurin mit dem Transportflugzeug A400M. "Das ist noch gar nicht ausgeliefert, insofern muss der Vorgänger, die Transall, Modell für sie stehen", erklärt Ina Niewind. Bei Flugversuchen sitzt sie oft selbst im Cockpit. "Es hilft ungemein, mitzufliegen", sagt sie.

 

Ina Niewinds Tag ist straff geplant: Arbeitsbeginn ist um 6.30 Uhr, die Fliegerei ist ein Beruf für Frühaufsteher. "Dann checke ich erstmal meine Emails, neben meinen Kampagnen habe ich natürlich auch viel Organisatorisches zu erledigen. Oder ich prüfe Berichte", erklärt sie. Nach Feierabend zieht es sie - natürlich - auch wieder in die Lüfte. Sie besitzt einen Flugschein für Kleinflugzeuge, fliegt aber auch gerne einfach nur mit, beispielsweise bei Kunstflügen.

Den Anfang machte ein Flugversuchs-Praktikum

Dass es beruflich in eine mathematisch-technische Richtung gehen sollte, wusste Ina Niewind schon in der Schule. Die Richtung gab dann ein Flugversuchs-Praktikum vor: Nach dem Abitur war klar, dass sie Luft- und Raumfahrttechnik studieren würde. Nach der Diplomarbeit blieb Niewind erstmal am Institut für Luft- und Raumfahrtsysteme der TU Braunschweig, wechselte aber kurz darauf zum europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS. Zum DLR kam sie per Anruf: Ihr ehemaliger Tutor leitete mittlerweile die DLR-Außenstelle in Manching und wollte sie in seinem Team haben. Kurz darauf fing Ina Niewind als Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim DLR an.

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