Aber was ist jetzt überhaupt Wind?
Laues Lüftchen, stürmischer Wirbelwind oder Windstille. Egal, ob man ihn gerade spürt oder nicht: Der Wind ist wie ein unsichtbarer Gast - er ist immer da.
Das liegt daran, dass der Wind ein Luftstrom ist, der ununterbrochen über Stadt und Land weht - tagtäglich und auf der ganzen Erde. Folglich ist Wind eine Bewegung der Luft, die niemals aufhört. Das perfekte Perpetuum mobile?
Tropischer Wirbelsturm
Ein tropischer Wirbelsturm, je nach Region Hurrikan, Zyklon oder Taifun genannt, entsteht im Spätsommer über tropischen Gewässern. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h gehört er zu den gefährlichsten Stürmen.
Er bildet sich, wenn durch die Sonne erwärmte, feuchte Luft über dem mindestens 26 Grad warmen Ozean aufsteigt. Bei den anschließenden Auf- und Abwärtsbewegungen dieser Luftmassen zwischen verschiedenen Bereichen der Atmosphäre setzt die feuchte Luft Wärme frei, die diese Bewegungen noch weiter verstärkt. Der innere runde Bereich mit niedrigem Luftdruck, das Auge des Sturms, kann anfangs bis 300 km Durchmesser haben. Um das Auge herum entsteht eine riesige Säule aus aufsteigender heißer, feuchter Luft. Wenn sie sich nach oben windet und abkühlt, kondensiert das Wasser zu Regen. Die stärksten Niederschläge und Winde gibt es deshalb in der Nähe des Auges.
Willy-Willy, Zyklon und Windhose
In Australien werden tropische Wirbelstürme Willy-Willy genannt; Zyklon heißen sie, wenn sie über dem Indischen Ozean auftreten. Windhosen sind kleinere Wirbelstürme über Land, die ebenfalls große Schäden anrichten können.
Stürmische Naturgewalten - mach` hier nicht den Willy-Willy
Manche Winde sind so stark, dass sie uns Menschen gefährlich werden können. Naturgewalten wie tropische Wirbelstürme lassen sich zwar von Forschern vorhersagen, berechenbar sind sie deshalb jedoch noch lange nicht: Sie können binnen von Sekunden Landstriche verwüsten, Häuser zerstören und Ernten vernichten.
Wissenschaftler wie Meteorologen und Ozeanologen befürchten, dass die Stärke und Häufigkeit tropischer Wirbelstürme aufgrund der Erwärmung der Meeresoberfläche durch den Treibhauseffekt weiter zunehmen werden.