Errichtung des Offshore-Windparks Alpha Ventus

Alle Bilder auf dieser Seite: Copyright: DOTI2008/2009/2010

Die Offshore-Windkraftanlage alpha ventus gilt als Pionierprojekt der Windenergie. Denn mit alpha ventus wurde zum ersten Mal ein Offshore-Windpark unter Hochseebedingungen errichtet. Weit draußen in den den Gewässern der Nordsee haben Ingenieure und  ihre Teams Höchstleistungen vollbracht. 60 Kilometer von der Festlandküste entfernt, bei 30 Metern Wassertiefe und ständigem Wind ist die Montage der großen Windkraftanlagen nicht so einfach wie an Land.

Unsere Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 einen Anteil von 30 Prozent erneuerbarer Energien bei der Stromversorgung zu erreichen. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssen alle möglichen Arten von erneuerbaren Energien genutzt und in ihrer Entwicklung und Effizenz vorangetrieben werden. Deutschland verfügt insbesondere bei der Offshore-Windenergie über das Potenzial, in Zukunft einen bedeutenden Anteil des deutschen Strombedarfs umweltfreundlich bereitzustellen.

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Doch was bedeutet >>Offshore<< konkret? Es ist der Schritt weit hinaus auf das offene Meer und in große Wassertiefen. Es ist dieser Schritt in bislang unbekanntes Terrain, der die Herausforderung für die aufstrebende Offshore-
Industrie in Deutschland ausmacht. Realisiert wurde das Pionierprojekt durch die Unternehmen EWE, E.ON und Vattenfall, im gemeinsamen Konsortium
der Deutschen Offshore-Testfeld und Infrastrukturgesellschaft, kurz DOTI.

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Die Planung und der Bau des Windparks stellten das gesamte Projektteam nahezu täglich vor neue Herausforderungen. Trotz enger Zeitfenster und teilweise schwieriger Wetterbedingungen, die hohe Anforderungen an die verfügbaren Errichtungsschiffe stellten, vergingen lediglich drei Jahre zwischen dem Startschuss zum Bau des Windparks und der Errichtung der zwölften Windturbine im November 2009. alpha ventus bedeutet den Startschuss für die weitere Entwicklung der Offshore-Windenergie: Bau und Betrieb liefern wertvolle Erkenntnisse für künftige Offshore-Windparks vor Deutschlands Küsten. Im Vergleich zu kommenden Offshore-Projekten mit durchschnittlich bis zu 80 Windturbinen nimmt sich alpha ventus relativ bescheiden aus. Dennoch sind die Dimensionen dieses Pilotprojekts bislang einzigartig. Die Strommenge, die alpha ventus produziert, reicht für die Versorgung von bis zu 50.000 Haushalten. Eine beeindruckende Zahl, die die Leistungsfähigkeit moderner Windenergieanlagen illustriert. Oder anders ausgedrückt: Je größer die
Fläche ist, mit der der Rotor einer Windturbine den Wind einfängt, desto mehr Energie kann er diesem entnehmen.

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Auf den Bildern kannst du super sehen, wie groß so ein Rotorblatt von einer Windkraftanlage ist.

Im Falle von alpha ventus haben die Rotoren Durchmesser von 116 Meter bzw. 123 Meter und fangen den Wind auf einer Fläche ein, die rund eineinhalb mal
so groß ist wie ein Fußballfeld. Dementsprechend sind auch die übrigen Bauteile dimensioniert: Die Windräder ragen von der Wasseroberfläche bis zu ihren Flügelspitzen 148 bzw. 155 Meter aus der Nordsee empor und sind damit fast so hoch wie der Kölner Dom. Unter der Wasseroberfläche reichen die Konstruktionen noch einmal 28 Meter tief bis zum Meeresgrund, wo sie mit bis zu 50 Meter langen Pfählen im Boden verankert sind. So trotzen die knapp 1.000 Tonnen schweren Anlagen ebenso wie das dreistöckige Offshore-Umspannwerk den extremen Bedingungen der Hochsee. Am Standort von alpha ventus sind starker Seegang und Wellenhöhen von mehreren Metern zu bestimmten Jahreszeiten keine Seltenheit; die Windgeschwindigkeiten
erreichen im Schnitt 36 km/h (Stärke 5). Dies macht den Bau sowie die spätere Wartung eines Offshore-Windparks ungleich schwieriger als in Küstennähe oder
an Land. Anders als bei einem Windpark an Land kann alpha ventus für die Bauteams und Service-Techniker nur per Schiff oder per Helikopter aus der Luft erreicht werden. Wind und Wetter geben damit den Takt für Bau- und
Wartungsarbeiten vor und erfordern für jeden Einsatz genaueste Planung und logistische Flexibilität.

Hier sind einige interessante Links zur Offshore-Windkraftanlage:

alpha-ventus.de

PDF zum nachlesen


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