Raumfahrt-Ingenieur: Captain Kirk war gestern

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Captain Kirk war gestern - heute sitzt Christian Arbinger am Steuer von gleich vier Satelliten des europäischen Navigationssystems Galileo. Seine "Enterprise" ist das neue Galileo-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen. Als Kindheitsfreunde des jungen Raumfahrt-Ingenieurs noch von einem Flug ins All träumten, hatte Arbinger bereits konkrete Vorstellungen von seinem zukünftigen Job.

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Vor der Kommando-Zentrale kommt die Uni

"Mir war klar, dass ich in der Raumfahrt arbeiten wollte, aber mich faszinierte dabei die technische Seite. Ich wollte gerne Satelliten kommandieren", blickt Arbinger zurück. Der gebürtige Münchner wusste, wie er an sein Ziel kommt: An der TU München studierte er Luft- und Raumfahrtechnik und schrieb seine Diplomarbeit beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen. Danach startete er seine Karriere im Deutschen Raumfahrt-Kontrollzentrum (GSOC, German Space Operation Center). Unter anderem hat er dort das Flugdynamiksystem des deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X vorbereitet. Vor drei Jahren hat Christian Arbinger die Konsolen im Kontrollraum verlassen und ist als Projektleiter des DLR beim europäischen Satellitennavigationsprogramm Galileo eingestiegen.  

Hochpräzise Navigation

Einmal voll funktionsfähig werden die von Galileo ermittelten Daten nicht nur der kostenfreien Unterstützung von Autonavigationsgeräten dienen. Gegen Gebühr können Nutzer für spezielle Anwendungen, zum Beispiel in der Luftfahrt, ein hochpräzises Navigationssignal empfangen. Das voraussichtlich 3,4 Milliarden Euro teure Satelliten-Navigationssystem ist das bislang größte Industrievorhaben, das Europa gemeinsam in Angriff nimmt. Ab 2013 soll es den Nutzern auf der Erde eine zentimetergenaue Ortung bieten. Möglich wird dies mit einer absolut präzisen Atomuhr, die für das gleichzeitige Aussenden der Signale sorgt.

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