Auf den Spuren von Daniel Düsentrieb

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Im Comic hat Daniel Düsentrieb ein kleines Helferlein - eine Glühbirne auf zwei Beinen, die ihm stets hilfreich zur Seite steht. Alin Albu-Schäffer hat zwar noch keine laufende Glühbirne erfunden, aber eine Vision: Als Abteilungsleiter im Robotik- und Mechatronikzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist er an der Entwicklung von Weltraum-, Industrie- und Medizinrobotern beteiligt und bastelt an den Helfern der Zukunft. 

Mensch und Roboter als Team

Eine von Alin Albu-Schäffers Visionen steht eine Etage unter seinem fast karg eingerichteten Büro im ersten Stock. Groß wie ein Mensch, mit zwei Kameraaugen im Kopf, riesigen mehrfingrigen Händen und Rollen zur Fortbewegung - Roboter "Justin" wirkt schon gewaltig. Wenn Albu-Schäffer sein Hand auf die blaue metallische Hülle legt, folgt der Roboterarm mit den kugeligen Gelenken geschmeidig den Bewegungen des 41-Jährigen. Unzählige Sensoren an Justins Körper spüren die Berührung des Ingenieurs und helfen dem Roboter, sich den Bewegungen butterweich anzupassen. "Die Barrieren zwischen Robotern und Menschen müssen weg", sagt Albu-Schäffer. Mensch und Roboter, ohne Berührungsängste als gemeinsames Team, so stellt er sich die Zukunft vor. "Ich sehe den Roboter als Gehilfen - wo auch immer: in der Fabrik, daheim, in der Medizintechnik oder im Weltall." Der Roboter bringe die Präzision und Wiederholbarkeit mit, der Mensch die Flexibilität und Kreativität.

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Faszination Robotik 

Der gebürtige Rumäne arbeitet seit 1995 für das DLR. Zunächst als Doktorand, dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter und schließlich seit Juni 2009 als Leiter der Abteilung Mechatronische Komponenten und Systeme. Wenn beispielsweise Justin mit dem Arm zugreift, steckt in dieser Bewegung viel Arbeit des Ingenieurs: Alin Albu-Schäffers Bereich ist die Regelungstechnik. Steht fest, welche Aufgaben ein Roboter übernehmen soll, liefert der Ingenieur die Kommandos, die die Hardware für die Tätigkeit fit machen. "Um die Bewegung des Menschen auf Roboter zu übertragen, muss man das ja erst einmal mathematisch beschreiben."

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Roboter baut man nur im Team

Neben aller Mathematik kommt aber auch die Kreativität bei dem Wissenschaftler nicht zu kurz. "Es macht einen Unterschied, ob man industrietaugliche Roboter für die Produktion macht oder ob man Forschungsprojekte durchführt, bei denen die Ideen gewagter sind. Die Ideen, die man dann ausprobiert, sind ein wenig verrückter. Mir machen beide Bereiche viel Spaß." Bei all diesen Arbeiten ist der Abteilungsleiter vor allem eines: ein Team-Player. "Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik, Physik, Mathematik - wir arbeiten in großen interdisziplinären Teams. Das macht die Robotik aus." Seit kurzem koordiniert Albu-Schäffer ein EU-Projekt, in dem die Zusammenarbeit mit Neurowissenschaftlern eine wichtige Rolle spielt.

Spannend - was bringt die Zukunft?

Albu-Schäffer und seine Kollegen sind mit ihren Visionen schon Lichtjahre voraus: Robonauten, die auf Satelliten durchs All reisen, andere Satelliten anfliegen und diese reparieren. Oder Roboter, die auf dem Mars Bodenproben aufsammeln und Habitate bauen, damit anschließend Menschen auf dem Planeten landen können. Maschinen, die sich auf anderen Himmelskörpern auf Rädern oder Beinen durch unwegsames Gelände bewegen. Oder auch Dienstleistungsroboter im Haushalt, die in Science-Fiction-Filmen zum Alltag gehören. "Natürlich würde ich gerne einen solchen Roboter-Gehilfen haben, aber die Aufgaben sind sehr komplex und der Roboter darf nicht viel kosten." Als Forschungseinrichtung müsse man sich auch Projekte leisten, deren Ergebnisse vielleicht erst in 15 Jahren zur Anwendung kommen. "Ich bin davon überzeugt, dass Robotik das Spannendste ist, was ich machen kann" sagt Albu-Schäffer.

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