Versuchsanleitung
Stellt die Wasserflasche für ein paar Stunden ins Eisfach. Schaut immer wieder nach, wie kalt das Wasser ist. Bei dem Wasser-Frier-Versuch ist es wichtig, dass ihr die Plastikflasche kurz vor dem Gefrieren aus dem Eisfach holt. Wie lange das genau dauert, ist abhängig von der Wassermenge und von der Kälte in Eurem Gefrierfach. Aber ein paar Stunden müsst ihr schon einplanen.
Der Super-Effekt
Die Flasche muss eiskalt sein, wenn ihr sie aus dem Gefrierfach holt. Das Wasser in der Flasche sollte für den Versuch aber noch flüssig sein. Jetzt kommt der Hammer: Wenn ihr der Flasche einen Schlag versetzt oder gegen einen harten Gegenstand stoßt, gefriert das gesamte Wasser innerhalb von Sekunden. Was jetzt entsteht ist ein Riesen-Eisblock. Und Eisblöcke sind ja bekanntlich sehr schwer zu trinken.
Erklärung
Der Wasser-Frier-Effekt lässt sich gut mit dem Domino-Effekt vergleichen. Beim Domino benötigt es nur einen Anstoß, um alle Dominosteine umzuwerfen. Ähnlich verhält es sich auch beim gefrorenen Wasser. Sobald die Wassertemperatur unter Null Grad liegt, ist das Wasser bereit zu frieren. Aber ähnlich wie beim Domino, benötigt auch das Wasser einen ersten Anstoß, um zu frieren. Und dieser erste Anstoß wird durch eine Erschütterung oder einen Schlag auf die Flasche ausgelöst. Dieser Schlag erzeugt eine Schallwelle, die wiederum die Bildung eines Kristallisationskeims fördert. Hierbei handelt es sich zunächst um einen sehr kleinen Bereich, indem sich Wassermoleküle so zusammensetzen, dass sie ein sehr kleines Eiskristall bilden. Und um dieses sehr kleine Eiskristall lagern sich dann alle anderen Wassermoleküle an und das gesamte Wasser in der Flasche gefriert.
Achtung!
Den Versuch könnt ihr auch mit einer wassergefüllten Glasflasche machen. Hier besteht jedoch die Gefahr, dass die Flasche beim Anstoß oder Schlag zerbricht. Von daher macht den Versuch lieber mit einer Plastikflasche.