Gibt es außerirdisches Leben da draußen und was haben Unterwasserkamine damit zu tun? Kristina Beblo weiß die Antwort. Dafür muss die Biologie-Doktorandin des DLR nicht per Rakete ins All fliegen, sondern "nur" mit Mini-U-Boot ALVIN 2.500 Meter auf den Grund des Pazifiks tauchen.
Ob es da Außerirdische gibt? Nein, aber Lebensbedingungen, die mit denen auf fremden Planeten vergleichbar sind. Beispielsweise am Ostpazifischen Rücken, wo gerade zwei Erdplatten auseinanderdriften. Dort entstehen "Black Smoker", kleine Kamine, aus denen Staub strömt, der mit Wasser vermischt ist, das 300 Grad Celsius heiß aus dem Erdinneren kommt. Klar, dass es hier wärmer ist als auf dem Rest des zwei Grad kalten Meeresgrundes.
Wärme bedeutet Leben, und so wimmelt es rund um die Kamine von Röhrenwürmern, Krabben und Fischen. Hier nimmt Kristina mit ALVINS Hilfe Proben, die sie anschließend im Labor untersucht. Warum? Weil diese Mikroorganismen der Ursprung allen Lebens sind.
Ob es ähnliche Bedingungen auch auf anderen Planeten gibt, weiß Kristina nicht. Aber sie ist dem Geheimnis von Leben unter extremen Bedingungen auf der Spur.