Martina Neises: "Einfach die Sonne tanken!"

Die Solarforscherin Martina Neises hat eine Vision: Wir sollen eines Tages Sonnenenergie tanken können. Damit das Realität wird, arbeitet sie als Doktorandin in der Solarforschung beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln an einem Verfahren, mit dem Wasserstoff durch Sonnenenergie hergestellt werden kann. "Vielleicht kann ich irgendwann mein Auto mit Wasserstoff betanken und so mit Sonnenenergie fahren", wünscht sich die junge Wissenschaftlerin.

Die Zukunft verändern

Am Ende ihres Maschinenbau-Studiums an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen hatte Martina Neises einen hohen Anspruch: "Ich wollte an etwas arbeiten, das unser Leben in Zukunft positiv verändert." Als sie in einer Vorlesung über konzentrierende Solartechnik die Forschungsgebiete des DLR kennenlernte, wusste sie schnell: Auf diesem Gebiet wollte sie forschen.
"Mathe und Physik konnte ich immer gut", erinnert sich die 29-Jährige. Tüfteln, Ausprobieren und Anpacken war sie aus ihrer Kindheit im elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb gewohnt. Heute tüftelt Martina Neises im Labor einer Großforschungseinrichtung. Ihre Aufgabe: Sie will einen Reaktor, der mit Hilfe von Sonnenenergie Wasserstoff herstellt, optimieren.

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Forscherin aus Leidenschaft

In der Industrie könnte die Maschinenbau-Ingenieurin nach ihrem Studium bereits gutes Geld verdienen, aber derzeit hat sie andere Prioritäten: "Es ist meine persönliche Entscheidung, für die Forschung zu arbeiten. Ich möchte verstehen, wie Dinge funktionieren, und in die Tiefe gehen. Das verbindet wahrscheinlich alle Forscher."