Bo-105, Juliet, Halo und Co.

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HALO fliegt am Höchsten

Die Namen von Computerspielen oder Trickfiguren? Nein. So heißt ein Teil der großen Forschungsflotte des DLR. Mit den fliegenden Forschungsträgern geht das DLR ganz verschiedenen Fragen auf den Grund - von Aerodynamik bis Erdbeobachtung.

Die Flotte umfasst zurzeit 12 Flugzeuge. Der leichte Segelflieger DG 300 Elan-17 gehört genauso dazu wie der große Airbus-Jet A320-232 "D-ATRA". Natürlich wird auch mit und an Helikoptern geforscht. Die Luftfahrzeuge stehen entweder in Oberpfaffenhofen oder in Braunschweig, den beiden für den Flugbetrieb des DLR verantwortlichen Standorten.

Vom Winde verweht - auf der Jagd nach dem Taifun

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Das Forschungsflugzeug Falcon auf dem Weg in das Auge des Taifuns

Arbeiten im Zentrum eines Sturmes: Was sich verwegen anhört, ist Teil der Arbeit von Forschern, die sich mit dem Wetter beschäftigen. Angst? Kennen die tollkühnen Wissenschaftler nicht. Respekt vor den Naturgewalten schon.
Einer von ihnen ist Dr. Martin Weissmann. Im Rahmen eines internationalen Taifun-Forschungsprojekts verfolgte er in Japan einen Taifun - mit dem Flugzeug. Ein waghalsiges Unterfangen.

Ziel ist es, Taifune in Zukunft besser vorhersagen zu können. Denn die sind durch starken Wind und sintflutartige Regenfälle echte Naturkatastrophen. Um darauf besser vorbereitet zu sein, sammeln Weissmann und seine Forscherkollegen Daten direkt im tobenden Taifun.

Dazu fliegen sie unter anderem mit einem Forschungsflugzeug über das Unwetter und werfen Sonden ab. Die liefern dann in Echtzeit Angaben zu Windgeschwindigkeit, Wasserdampf, Temperatur und Feuchte im Sturm. Eine spannende Mission: Aufwinde und Gewitter rund um den Taifun müssen umflogen werden. Schließlich hat die Sicherheit der Forscher oberste Priorität.

Die Messergebnisse werden via Satellit an eine Wetterstation weitergegeben. Nach Auswertung der Daten können die Forscher dann besser verstehen, wie Taifune tatsächlich "funktionieren" und unter welchen Bedingungen sie entstehen. Das ist zum einen spannend, zum anderen lassen sich die Tropenstürme damit besser vorhersagen. Gut für die Menschen in den betreffenden Gebieten: Sie können dann frühzeitig Vorbereitungen treffen und sich besser schützen. Da lohnt sich der gefährliche Einsatz gleich doppelt.