Die Schwerkraft kann man auf der Erde nicht überwinden, sie wirkt sich auf alle physikalischen, chemischen und biologischen Vorgänge aus. Deshalb gibt es die ISS (International Space Station). Sie ist ein fliegendes Labor, dessen Umfang fast einem Fußballfeld gleicht. Was wird in diesem Labor gemacht?
Im Weltall erforschen die Astronauten neue Materialien, neue Therapien in der Medizin, grundlegende Lebensfunktionen oder erweitern die Horizonte in der Physik. Dies ist möglich, weil in der Schwerelosigkeit andere Bedingungen herrschen als hier auf der Erde.
Forschen im Weltall für Medizin auf der Erde
Verschiedene Krankheitsbilder, die sich in Schwerelosigkeit entwickeln, ähneln Krankheiten wie Osteoporose oder Kreislauferkrankungen, die wir auf der Erde kennen. Astronauten leiden während eines längeren Aufenthalts im Weltraum an Knochen- und Muskelabbau, obwohl sie eigentlich gesund sind. Nach Rückkehr auf die Erde wird dieser Abbau schnell wieder wettgemacht. Wie das genau abläuft, weiß man noch nicht.
Auf Weltraummissionen kann man den Einfluss der Schwerkraft auf Knochen und deren Abbau genau untersuchen. Mit diesem Wissen können Mediziner später Behandlungen für Patienten auf der Erde entwickeln. Es gibt ca. 6 Millionen Betroffene. Das macht deutlich, wie wertvoll Forschung im Weltall ist.